In der „Werkerei“ ins Gespräch kommen

Seit fast einem Jahr bereichert die „Werkerei“ als zweiter Standort unserer tagesstrukturellen Einrichtung die Haller Altstadt. Mitten in der Haller Altstadt fanden W.I.R. nach längerer Suche einen Standort, um das tagesstrukturelle Angebot zu erweitern. Neben dem Produktions- und Aufenthaltsbereich wurde auch ein kleines Geschäft installiert, das bereits guten Zuspruch bei den HallerInnen findet. Auf insgesamt 300 Quadratmetern werden im ehemaligen Schlecker-Drogeriemarkt handwerkliche und kunsthandwerkliche Produkte hergestellt und zum Verkauf angeboten. Die Werkerei ist neben dem WITA in der Behaimstraße und unserem Cafè im Erzspeicher in der Unteren Lend Teil des tagesstrukturellen Angebotes der W.I.R. gemeinnützigen GmbH. Notwendig ist der zusätzliche Standort geworden, da in tagesstrukturellen Einrichtungen nur noch 15 Personen betreut werden dürfen. Der Standort in der Agramsgasse wurde vor allem deshalb gewählt, weil er in der Altstadt mitten im Geschehen ist. In diesem Umfeld ist sozialräumliches, inklusives Arbeiten ebenso möglich, wie der Austausch mit der Bevölkerung und Kooperationen mit anderen Haller Betrieben oder KünstlerInnen. Die MitarbeiterInnen und KlientInnen der Werkerei freuen sich über BesucherInnen und haben nichts dagegen, wenn man ihnen bei der Arbeit über die Schulter schaut, auf einen Ratscher vorbeikommt und natürlich auch, wenn man sich für ihre Produkte interessiert. Angeboten werden Dinge für den täglichen Bedarf oder zur Dekoration. Selbstverständlich sind weiterhin auch die altbewährten Zündlinge im Angebot, aber auch Glückwunschkarten, Bilder und kleine Kunstwerke aus Ton oder die beliebten Filzseifen. Die Werkerei ist sehr offen für Kooperationen mit HandwerkerInnen und KünstlerInnen und bietet diesen auch die Möglichkeit, ihre Produkte in der Werkerei zu platzieren und zum Kauf anzubieten. Auch eine Übernahme von Produktionsschritten ist möglich. Ein weiteres Ziel ist die Einbindung von KünstlerInnen und die Durchführung von Ausstellungen, um die eindrucksvollen Räumlichkeiten mit Blick auf die alte Stadtmauer einem breiteren Publikum näher bringen zu können. Die „Werkerei“ – Haller Altstadt, Agramsgasse 7-9

Großer Erfolg für W.I.R.

Bereits dreimal nahmen W.I.R. am „Staatspreis für Unternehmensqualität und Business Excellence“ teil. Heuer erhielten wir eine besondere Auszeichnung. Nachdem zweimal die Auszeichnung „Recognised for Excellence 3 Sterne“ erreicht werden konnte, gelang unserer Einrichtung heuer nach einem umfassenden Assessment der große Sprung auf 5 Sterne, verbunden mit der Nominierung als Finalist in der Kategorie Non-Profit-Unternehmen. Eine Ehre, die nur den maximal drei besten Bewerbern einer Kategorie zuteil wird. Aufgrund der hohen erreichten Punkteanzahl darf W.I.R. auch die Bezeichnung „Excellentes Unternehmen 2021“ führen. Die W.I.R. gemeinnützige GmbH ist tirolweit die erste und bislang einzige Sozialeinrichtung mit einer so hohen Qualitätsauszeichnung. Das ist ein unglaublicher Erfolg für Mitbegründer und Geschäftsführer Gerhard Eckstein, sein Qualitätsteam mit Eva Kranabetter, Hannes Kosz, Alexandra Rieger und die mehr als 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Der Staatspreis Unternehmensqualität ist die offizielle nationale Auszeichnung für ganzheitliche Spitzenleistungen der besten Unternehmen und prämiert die besonders erfolgreiche Umsetzung von Excellence-Prinzipien auf Basis des EFQM-Modells. Er wird seit 1996 vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Zusammenarbeit mit der Quality Austria vergeben. Der Weg zum Staatspreis Unternehmensqualität ist ein aufwändiger: Zunächst muss ein umfassender Bewerbungsbogen bearbeitet werden, in dem man die betrieblichen Aktivitäten und Ergebnisse – gegliedert nach den Kriterien des EFQM-Modells – zusammenfasst und darstellt. Anschließend kommt es zu einem sogenannten „Site-Visit“, wo ein qualifiziertes AssessorInnenteam von 2 bis 5 Personen die Organisation bewertet. Je nach Größe und Komplexität der Organisation sind dafür 1 bis 3 Tage vorgesehen. Am Ende des Site-Visits erhält man ein erstes mündliches Feedback. Der schriftliche Feedback-Report beinhaltet konkrete Verbesserungsansätze und bietet damit einen direkten, unmittelbaren Nutzen. Nachdem die Assessments aller BewerberInnen abgeschlossen sind, findet die Jurysitzung statt. Dieses Gremium aus unabhängigen VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien bestimmt die GewinnerIn des Staatspreises sowie die GewinnerInnen weiterer Auszeichnung. Im Rahmen der „Winner`s Conference“ und „Verleihung Staatspreis Unternehmensqualität“ werden schließlich die SiegerInnen bekannt gegeben und gekürt. Die herausragendste Organisation erhält den Staatspreis für Unternehmensqualität. Für besondere Leistungen vergibt die Jury zusätzlich Sonderpreise. Die Auszeichnung „Recognised for Excellence 5 Sterne“, die Nominierung als Finalistin in der Kategorie „Non-Profit-Unternehmen“ und die Bezeichnung „Excellentes Unternehmen Österreichs 2021“ ist für Geschäftsführer Gerhard Eckstein und sein Team nicht nur eine Bestätigung der intensiven Arbeit der letzten Jahre sondern auch Motivation und Ansporn, den Weg der kontinuierlichen Verbesserung und Entwicklung weiterhin zu verfolgen. Schon 2023 wird man sich abermals der großen Herausforderung einer Staatspreisbewerbung stellen.r

Lebenslanges Lernen – Bildung im WIR

WIR verändern uns! Unsere Tagesstruktur wurde auf drei Standorte aufgeteilt. In unserem Standort WITA in der Behaimstraße gibt es nun zwei Gruppen. Die Kunstgruppe und die Bildungsgruppe. Im Sinne des lebenslangen Lernens verstehen wir Bildung sehr offen und beziehen viele unterschiedliche Dinge mit ein. Die Welt um einen herum verändert sich rasend schnell. Indem wir offen dafür sind Neues zu lernen, können wir Kompetenzen entwickeln um den Veränderungen ganz entspannt begegnen zu können – auch wenn wir nicht mehr in die Schule gehen. Die Bildungsgruppe beinhaltet viele verschiedene Angebote: wir erweitern unsere persönlichen und sozialen Fähigkeiten, wir üben alltags- und lebenspraktische Dinge wie z.B. Einkaufen bis hin zu Arbeitstrainings und der nachhaltigen Integration auf den Arbeitsmarkt. Welche Themen bearbeitet werden sollen, entscheiden die KlientInnen gemeinsam mit ihren UnterstützerInnen. Das findet durch direkte Gespräche in der alltäglichen Begleitung statt, aber auch durch regelmäßige Interessenserhebungen in der gesamten Einrichtung. So stellen wir sicher, dass jeder seine Interessen und Wünsche äußern kann. Wissen kann auf unterschiedliche Weisen vermittelt werden. Daher passen wir die Form an das Thema an. Von Kursen über Workshops, Fortbildungen oder auch nur kurzen Gesprächen ist alles dabei. Dafür vernetzen wir uns mit Firmen, Schulen und anderen Einrichtungen. Denn es ist nicht nur wichtig Information zu bekommen, sondern der Austausch – also der Informationsfluss in alle Richtungen – ist wichtig. Jeder kann von jedem lernen. Jeder Mensch hat seine Kompetenzen und seine Expertise. Diese Ressourcen wollen wir nutzen.

Vieles NEU in Tulfes!

Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten erstrahlt unser Wohnhaus in Tulfes in neuem Glanz. Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch die Kofinanzierung durch das Land Tirol und der Europäischen Union im Rahmen des Programmes für ländliche Entwicklung (LE 14-20). Schon im letzten Jahr konnten wir ein umfangreiches Umbauprojekt aus Mitteln des Programmes für ländliche Entwicklung (LE 14-20) umsetzen: den barrierefreien Umbau unseres Wohnhauses in Fritzens. Bei LE 14-20 handelt es sich um eine Kofinanzierung von Land Tirol und Europäischer Union mit dem Ziel, eine moderne, effiziente und nachhaltig produzierende Landwirtschaft zu fördern, die regionale Wirtschaft und die Gemeinden zu unterstützen und soziale Akzente zu setzen. Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten erstrahlt nun auch unser Wohnhaus in Tulfes in neuem Glanz! Durch die räumlichen Adaptierungen wurden drei kleine, weitgehend autonome Einheiten mit dem Ziel geschaffen, einerseits noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der KlientInnen eingehen zu können, andererseits, um das in der großen Gruppe vorhandene Konfliktpotential und den Lärmpegel zu verringern. Das Wohnhaus verfügt nach dem Umbau nun über eine zusätzliche Wohnküche im Untergeschoß, mit direktem Zugang zum Garten. Somit ist nun in jedem der drei Stockwerke eine Küche vorhanden, sowie die Möglichkeit, dort auch die Mahlzeiten einzunehmen. Der Einbau eines weiteren Treppenliftes, der vom Erdgeschoß in das Obergeschoß führt, ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu allen Wohnbereichen des Wohnhauses. Alle drei Badezimmer des Wohnhauses wurden barrierefrei gestaltet und mit einem Notruftaster ausgestattet. Im Obergeschoß sorgt ein zusätzliches WC für eine erhöhte Wohnqualität. Der Gartenbereich vor dem Untergeschoß wurde ebenfalls umgestaltet und zwei zusätzliche Zugänge zum Garten geschaffen. Die Neugestaltung der Stützmauer sorgt für einen zusätzlich nutzbaren Terrassenbereich, sowie für eine optische Aufwertung des gesamten Gartenbereiches. Die Terrasse im Erdgeschoß wurde mit rutschfesten Steinfliesen und einem Sonnenschutz ausgestattet, so dass der Aufenthalt auf der Terrasse auch an heißen Sommertagen möglich sein wird. Das Wohnkonzept wurde erneuert und an die geänderten Gegebenheiten angepasst. Es freut uns, dass das Wohnhaus Tulfes nun in jeder Hinsicht zukunftsfit ist und bedanken uns herzlich bei den Geldgebern und natürlich auch bei den ausführenden Firmen für ihre professionelle Arbeit.