Über den ganzen Sommer fand in der Burg Hasegg in Hall die Ausstellung AKT (Ausdruck – Körper – Tabu) statt. Die Ausstellung wurde organisiert und kuratiert von Erika Maier, Leiterin der WITA Kunstgruppe der W.I.R. gemeinnützigen GmbH. Neben KünstlerInnen unserer tagesstrukturellen Einrichtungen WITA und Werkerei, stellten KünstlerInnen aus Deutschland, Südtirol/Italien und aus anderen Bundesländern aus. Insgesamt 29 KünstlerInnen – mit und ohne Behinderung! Inhaltlich ging es bei der Ausstellung um– gerade im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen – oftmals noch tabuisierten Themen: Körper, Nacktheit, Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit. Ein wichtiges Ziel war es, zur Sichtbarmachung dieses Tabus beizutragen. Gerade die Kunst ist prädestiniert, Perspektiven zu verändern und Normen in Frage zu stellen. Erwähnens- und sehenswert ist der Film, der zur Ausstellung gedreht wurde. Dafür gebührt dem Kameramann und Regisseur Heinz Fechner, dem Komponisten Egid Jöchl sowie der Kulturwissenschafterin Nadja Köfler und natürlich Kuratorin Erika Maier ein besonderer Dank!
Bereits zum dritten Mal zeigte die Galerie "Alte Turnhalle" mit Wolfgang Sautermeister, dem Kurator und künstlerischen Leiter der Malwerkstatt in der Lebenshilfe Bad Dürkheim, eine Zeichnungsausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern aus inklusiven Ateliers sowie anderen Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderungen aus Deutschland und ganz Europa. Nach der großen Resonanz auf „Bleistiftgebiete“ 2022 war es für den Organisator an der Zeit, das große Thema der Zeichnung wieder aufzugreifen. Die Galerie "Alte Turnhalle" konzipiert ihre Ausstellung divers. Gerade im Dialog der Werke so unterschiedlicher Menschen entstanden interessante Beziehungen. Die Begegnungen der Kunstschaffenden untereinander und mit dem Publikum ist ebenfalls von Bedeutung. Pascal Gollè aus dem Kunstbereich im WITA erhielt von Herrn Sautermeister die ehrenvolle Einladung, sich mit drei Bildern an der Ausstellung zu beteiligen. Das nahmen die Mitglieder des Kunstbereichs im WITA (Pascal Gollè mit Mutter Stella, Karin Meyer, Daniela Eisenstecken) mit ihren Unterstützenden Erika Maier und Christoph Lechleitner zum Anlass, nach Bad Dürkheim zu fahren und sich die Ausstellung anzusehen. Daniela Eisenstecken berichtet von der Reise: „Die Aufregung war groß, wir konnten nach einiger Zeit wieder mal zu einer Exkursion nach Deutschland fahren. Es war eine lange Busfahrt, doch wir haben es trotzdem genossen. Wir hatten ein schönes Hotel und am Abend sind wir in der Hotelbar bei einem gemütlichen Drink gesessen. Die Ausstellung in der "Alten Turnhalle" war fantastisch, wir sahen viele Werke von ganz unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern. Wir konnten viele gute Gespräche führen und Kontakte knüpfen. Das inspiriert uns wieder für unsere Arbeit. Es war ein sehr schöner Ausflug und wir haben viel gelernt und gesehen. Besonders freut es mich, dass Pascal seine Bilder so gut verkauft hat.“