BINK – inklusive Bildung

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht. Lebenslanges Lernen schafft die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu entfalten, sich weiterzuentwickeln und an der Gesellschaft teilzuhaben. In Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichten sich die Vertragsstaaten wie Österreich ein inklusives Bildungssystem mit Chancengleichheit und ohne Diskriminierungen zu gewährleisten. Trotz einiger Fortschritte müssen Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten immer noch Barrieren überwinden, um an Bildungsangeboten teilnehmen zu können. Vor allem im Bereich der Erwachsenenbildung abseits von Schul- und Ausbildung bestehen noch beträchtliche Mängel. Die Folgen fehlender Bildung sind vielseitig: weniger Selbstbestimmung, Selbstwert und Teilhabemöglichkeiten, fehlender Anschluss an technische Entwicklungen und Ausschluss aus einer, auf Wissen und Information basierenden Gesellschaft. Daher haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, dass sich diesem Thema widmet: BINK – Inklusive Bildung Unser Ziel ist es, Barrieren im Bildungsbereich abzubauen, um Menschen mit Behinderung eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und ihre Selbst- und Mitbestimmung zu fördern. Das Projekt basiert auf 3 Säulen: Individuelle Bildungsberatung für unsere Klienten und Klientinnen Aufbereiten und Verbreiten von Informationen über bereits bestehende inklusive Bildungsangebote für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Bildungsangebote ausbauen BINK dient als zentrale Stelle, die unsere Klienten und Klientinnen bezüglich Bildungsangeboten berät und in der Umsetzung in Form eines Case Managements unterstützt. Bereits bestehende inklusive Bildungsangebote können von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung häufig nicht angenommen werden, da ihnen schlicht und einfach der Zugang zu barrierefreien Informationen fehlt. Um diese Hürden abzubauen, wird monatlich ein interner Newsletter inklusive Kalender herausgegeben, in dem inklusive Bildungsangebote in Tirol zusammengetragen und in leicht zugängliche, verständliche Informationen übersetzt werden. Momentan gibt es noch nicht genügend inklusive Angebote in der Erwachsenenbildung für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten. Um diesen Mangel an inklusiven Angeboten zu überbrücken bieten wir intern für unsere Klienten und Klientinnen Bildungsangebote an, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

BGF Gütesiegel für WIR

Im Rahmen eines Festaktes im Salzlager Hall wurde die W.I.R. gemeinnützige GmbH mit dem Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) ausgezeichnet. Dieses Gütesiegel prämiert die Leistungen eines Unternehmens für ein erfolgreich abgeschlossenes BGF-Projekt bzw. für die Implementierung in den Regelbetrieb. BGF ist eine der erfolgreichsten Programme der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und rückt die Gesundheit von Mitarbeitenden und Führungskräften in den Fokus. Um das BGF-Gütesiegel zu erhalten, muss ein mehrphasiger Prozess nachweislich erfolgreich durchlaufen absolviert werden. Bei der Umsetzung der BGF-Prozesse wurden WIR von einer externen Expertin begleitet. Der gesamte Prozess wurde unter Einbeziehung von MitarbeiterInnen aller Bereiche partizipativ gestaltet. Ziel der BGF ist es, das gesundheitsförderliche Angebot im Unternehmen zu erweitern, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, Potentiale auszuschöpfen und Menschen langfristig am Arbeitsplatz zu halten. Immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit von BGF. Dabei ist es wichtig, BGF als Organisationsentwicklung zu verstehen, die in den verschiedensten Unternehmensbereichen eingegliedert ist und sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Maßnahmen setzt. Positive Effekte können sowohl auf Seiten der Beschäftigten hinsichtlich ihrer physischen, psychischen und sozialen Gesundheit verzeichnet werden, als auch auf Seiten des Unternehmens. Gesündere Beschäftigte fehlen nachweislich weniger oft krankheitsbedingt am Arbeitsplatz, sind zufriedener und leistungsfähiger. „Geht`s den MitarbeiterInnen gut, geht`s dem Unternehmen gut!“ Somit eine win-win-Situation für alle Beteiligten. WIR freuen uns über diese Auszeichnung, zugleich ist sie aber vor allem auch ein Auftrag, uns weiterhin als „gesundes“ Unternehmen zu positionieren. Die WIR gemeinnützige GmbH wird jedenfalls weiterhin ein Hauptaugenmerk auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen richten, denn: „Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit“ (Carl Ludwig Börne). Fotocredit: ©Die Fotografen

Wohnverbund Hall eröffnet

Vor Kurzem erfolgte die Schlüsselübergabe an die KlientInnen des Wohnverbundes Hall in Tirol. Der Wohnverbund, bestehend aus 3 Wohnungen für je 2 KlientInnen, liegt zentral in Hall. Er ist ein Angebot zur Vollzeitbetreuung. Wohnen ist ein zentrales Bedürfnis und ein wesentlicher Schlüssel zur Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Selbstbestimmt Wohnen bedeutet, sich den Wohnort und die Wohnform selbst aussuchen und auch frei entscheiden zu können, ob man alleine oder mit wem man gemeinsam wohnen möchte. Im Wohnverbund leben insgesamt 6 Personen, je 2 pro Wohnung. Die BewohnerInnen haben einen höheren Unterstützungsbedarf und benötigen im Wesentlichen eine Vollzeitbegleitung. Der Übergang vom Wohnen in größeren Wohnhäusern oder Wohngemeinschaften hin zu Kleinwohnungen inmitten der Gemeinde, wurde für und mit den KlientInnen sorgfältig vorbereitet und gestaltet. Von der Auswahl des Mitbewohners/der Mitbewohnerin bis zur Auswahl der Möbel waren die KlientInnen involviert. Die Kleinwohnungen bieten den KlientInnen die Möglichkeit nach Intimität, Rückzug, Privat- und Intimsphäre sowie Raum für persönliche Entfaltung. Die Wohnungen sind auch Ausgangspunkt für Arbeit und Freizeit, weshalb eine zentrale Lage mit guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz wichtig ist. Der Verbund bietet aber auch die Möglichkeit zu Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Geselligkeit. Ein Stützpunkt für das Personal garantiert eine rasch verfügbare Hilfe und bietet die entsprechende Sicherheit.

Radio WIR und die nackten Tatsachen

Am 2. Dezember 2022 um 19 Uhr im Rahmen der Sendeschiene „Freifenster“ auf Radio Freirad. Im Rahmen eines Radioworkshops im Oktober 2022 haben WIR die Radiosendung "Radio WIR und die nackten Tatsachen" aufgenommen. Michael Brunner, Daniela Eisenstecken, Karin Meyer, Jürgen Poglitz, Vera Sachers & Ernst Tradinik von MENSCHEN & MEDIEN sprechen über Kunst, Katzen und Engel, über die vergangene Ausstellung in Innsbruck und über das Wohnen und Leben in Tirol. Daniela Eisenstecken und Karin Meyer sind Künstlerinnen in unserer Tagesstruktur in der Behaimstraße in Hall, die anlässlich des Sprechens über ihre Arbeit im Radioworkshop das erste Mal ihr jeweiliges Hauptmotiv (Engel & Katze) nackt zeichneten. Dies war eine Premiere. Bis dahin gab es ausschließlich bekleidete Engel und (halb) bekleidete & erotische Katzen. Diese kann man übrigens in Hall anschauen und auch kaufen. Was es mit den nackten Tatsachen sonst auf sich hat, hört ihr in dieser Sendung. Mit Musik von: Helene Fischer, Hirsch Fisch, Sigrid Horn, DJ Ötzi, u.a. Wie kann man RADIO FREIRAD hören? Im Raum Innsbruck auf  der Frequenz 105,9 Mhz. Von Hall bis Jenbach auf  der Frequenz 89,6 MHz. Von Völs bis Telfs und Seefeld auf der Frequenz 106,2 Mhz. Es gibt auch einen Live-Stream. Einfach hier klicken: WIR und die nackten Tatsachen oder auch via App: app.freirad.at Und hier noch ein paar coole Links: Ernst Tradinik - MENSCHEN & MEDIEN: https://menschenundmedien.at Inklusive Medienarbeit: https://www.inklusive-medienarbeit.at

Die Rezeptsammlung

KochbuchIm WITA werden immer wieder gemeinsame Projekte verwirklicht. Das heißt, jede Gruppe beschäftigt sich über eine längere Zeit mit einem bestimmten Thema. Veronika, Emilia, Alexandra, Meggy und Daniel haben länger überlegt, was sie machen könnten. Bald entstand die Idee, gemeinsam ein Kochbuch, eine Rezeptsammlung, zu gestalten. Mit vielen Rezepten und vielen Bildern. Dies ist ihr Bericht zu diesem Projekt: „Es gab viele Fragen zu klären: Wie soll ein Kochbuch aussehen? Was soll da rein? Welche Rezepte kommen darin vor? Betrifft das Kochbuch nur unsere Gruppe? Oder sollen wir auch die anderen fragen? Es kam die Idee auf, Interviews zu machen. Das heißt, Kolleginnen und Kollegen nach ihren Leibspeisen zu fragen und auch zu fragen, was sie gar nicht mögen und was sie vielleicht noch kochen lernen wollen. Die Gruppe hat dann einen Fragebogen entwickelt. Da Veronika gern mit anderen Leuten redet und auch aufschreiben kann, hat sie sich freudig bereit erklärt, die Kolleginnen und Kollegen zu befragen. Die genannten Gerichte wurden dann in Koch-Workshops nachgekocht. Und das wollten wir dann alles aufschreiben und fotografieren. Tja: und dann kam Corona.  So ein Mist!  Wir konnten also keine Kochworkshops mehr machen. Sogar unser Adventbacken mit Angelika, der Konditorin vom Erzspeicher, fiel aus. Und dann verließ uns leider auch noch Daniel. Und wir mussten ja auch noch unsere allfälligen Aufgaben übernehmen, wie z. B. die Seminarräume herrichten, das Geschirr für alle verräumen und sortieren, Essen austeilen und sooo vieles mehr. Oftmals kamen wir dann gar nicht so richtig zu unserem Projekt. So wurde es leider kein großes Kochbuch – sondern eine kleine Rezeptsammlung. Von Gerichten und Speisen, die wir im vergangenen Jahr zubereitet haben. Als Jause, als Nachmittags-Süßigkeit, als Alternative zum gelieferten Essen oder einfach, weil wir da gerade Super-Lust hatten. So unter uns: auch die Rezeptsammlung hat viel Arbeit, aber auch viel Spaß gemacht. Und auch weil es so klein und fein ist – sind wir stolz auf unser Ergebnis. Wir haben lernen dürfen: Ein großes Kochbuch ist viel Arbeit. Da hatten wir uns wohl anfangs etwas zu viel zugemutet. Einige Rezepte haben wir als Übung zum Schreiben benutzt. Zum Teil waren die Rezepte ein Diktat  oder wir haben die Rezepte abgeschrieben. Die „Rechtschreib-Fehler“ wurden absichtlich nicht korrigiert. Die „Fehler“ gehören zu uns.  Daher sind die handschriftlich geschriebenen Rezepte auch etwas ganz Besonderes.  Auch ist jedes Rezeptbuch immer etwas anders: das kommt davon, dass wir vieles kopiert und vervielfältigt haben und uns beim folieren manchmal auffiel:  dort ist was doppelt, woanders fehlt ein Satz – aber auch das macht es zu etwas Besonderem. Es ist von uns. Also: jede Rezeptsammlung ist sozusagen ein Unikat. Und das ist gut so!"

Meisterehrung 2021

Ehrung4Nach einer 2-jährigen Pause war es am 22. April 2022 wieder soweit: im Congress Innsbruck konnte wieder die Meisterehrung des Landes Tirol für erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler stattfinden. Auch unser Klient Harald Siegl wurde ausgezeichnet und erhielt für seine Leistungen im Jahr 2021 den „Special Olympics Award“ überreicht. Harald Siegl wurde am 25.7.1987 in Osttirol geboren und war immer schon ein sportlicher junger Mann. 2008 kam er von Osttirol nach Nordtirol und startete seine Wettkampfsportkarriere bei der WIR gGmbh (wo er auch Unterstützung im Wohnen und Arbeiten erhält) in Kooperation mit der Sportgemeinschaft Wattens. Er ist sportlich vielseitig begabt und interessiert, im Sommer stehen ausgedehnte Wanderungen oder das Leichtathletiktraining auf dem Programm, im Winter Schifahren und Langlaufen. Harald Siegl macht alles Spaß und er kommentiert es auch so. Für jede Sportart, die er ausprobiert, ist er zu begeistern und hat durch sein gutes Bewegungsgefühl zahlreiche Erfolge zu verbuchen. Seit gut 2 Jahren trainiert Harald Siegl nun konsequent gemeinsam mit dem Special Sport Tirol und freut sich über die Zeit mit seinen Kumpels, ist fokussiert bei den Trainingseinheiten dabei und hat einen hohen Ehrgeiz entwickelt. Sein Können stellt er regelmäßig in Wettkämpfen (Teilnahme bei Tiroler und österreichischen Meisterschaften des Behindertensportverbands) unter Beweis. 2010 nahm er zum 1. Mal bei den Special Olympics Sommerspielen in St. Pölten teil. Seit damals ist das olympische Fieber bei ihm entbrannt und er hat seit diesem Zeitpunkt keine Spiele ausgelassen. (Klagenfurt - Sommer 2014; Schladming/Ramsau/Graz – Winter  2016, Vöcklabruck – Sommer 2018, Villach – Winter 2020 und jetzt in Vorbereitung auf die Sommerspiele im Juni 2022 im Burgenland).

In der „Werkerei“ ins Gespräch kommen

Seit fast einem Jahr bereichert die „Werkerei“ als zweiter Standort unserer tagesstrukturellen Einrichtung die Haller Altstadt. Mitten in der Haller Altstadt fanden W.I.R. nach längerer Suche einen Standort, um das tagesstrukturelle Angebot zu erweitern. Neben dem Produktions- und Aufenthaltsbereich wurde auch ein kleines Geschäft installiert, das bereits guten Zuspruch bei den HallerInnen findet. Auf insgesamt 300 Quadratmetern werden im ehemaligen Schlecker-Drogeriemarkt handwerkliche und kunsthandwerkliche Produkte hergestellt und zum Verkauf angeboten. Die Werkerei ist neben dem WITA in der Behaimstraße und unserem Cafè im Erzspeicher in der Unteren Lend Teil des tagesstrukturellen Angebotes der W.I.R. gemeinnützigen GmbH. Notwendig ist der zusätzliche Standort geworden, da in tagesstrukturellen Einrichtungen nur noch 15 Personen betreut werden dürfen. Der Standort in der Agramsgasse wurde vor allem deshalb gewählt, weil er in der Altstadt mitten im Geschehen ist. In diesem Umfeld ist sozialräumliches, inklusives Arbeiten ebenso möglich, wie der Austausch mit der Bevölkerung und Kooperationen mit anderen Haller Betrieben oder KünstlerInnen. Die MitarbeiterInnen und KlientInnen der Werkerei freuen sich über BesucherInnen und haben nichts dagegen, wenn man ihnen bei der Arbeit über die Schulter schaut, auf einen Ratscher vorbeikommt und natürlich auch, wenn man sich für ihre Produkte interessiert. Angeboten werden Dinge für den täglichen Bedarf oder zur Dekoration. Selbstverständlich sind weiterhin auch die altbewährten Zündlinge im Angebot, aber auch Glückwunschkarten, Bilder und kleine Kunstwerke aus Ton oder die beliebten Filzseifen. Die Werkerei ist sehr offen für Kooperationen mit HandwerkerInnen und KünstlerInnen und bietet diesen auch die Möglichkeit, ihre Produkte in der Werkerei zu platzieren und zum Kauf anzubieten. Auch eine Übernahme von Produktionsschritten ist möglich. Ein weiteres Ziel ist die Einbindung von KünstlerInnen und die Durchführung von Ausstellungen, um die eindrucksvollen Räumlichkeiten mit Blick auf die alte Stadtmauer einem breiteren Publikum näher bringen zu können. Die „Werkerei“ – Haller Altstadt, Agramsgasse 7-9

Großer Erfolg für W.I.R.

Bereits dreimal nahmen W.I.R. am „Staatspreis für Unternehmensqualität und Business Excellence“ teil. Heuer erhielten wir eine besondere Auszeichnung. Nachdem zweimal die Auszeichnung „Recognised for Excellence 3 Sterne“ erreicht werden konnte, gelang unserer Einrichtung heuer nach einem umfassenden Assessment der große Sprung auf 5 Sterne, verbunden mit der Nominierung als Finalist in der Kategorie Non-Profit-Unternehmen. Eine Ehre, die nur den maximal drei besten Bewerbern einer Kategorie zuteil wird. Aufgrund der hohen erreichten Punkteanzahl darf W.I.R. auch die Bezeichnung „Excellentes Unternehmen 2021“ führen. Die W.I.R. gemeinnützige GmbH ist tirolweit die erste und bislang einzige Sozialeinrichtung mit einer so hohen Qualitätsauszeichnung. Das ist ein unglaublicher Erfolg für Mitbegründer und Geschäftsführer Gerhard Eckstein, sein Qualitätsteam mit Eva Kranabetter, Hannes Kosz, Alexandra Rieger und die mehr als 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Der Staatspreis Unternehmensqualität ist die offizielle nationale Auszeichnung für ganzheitliche Spitzenleistungen der besten Unternehmen und prämiert die besonders erfolgreiche Umsetzung von Excellence-Prinzipien auf Basis des EFQM-Modells. Er wird seit 1996 vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Zusammenarbeit mit der Quality Austria vergeben. Der Weg zum Staatspreis Unternehmensqualität ist ein aufwändiger: Zunächst muss ein umfassender Bewerbungsbogen bearbeitet werden, in dem man die betrieblichen Aktivitäten und Ergebnisse – gegliedert nach den Kriterien des EFQM-Modells – zusammenfasst und darstellt. Anschließend kommt es zu einem sogenannten „Site-Visit“, wo ein qualifiziertes AssessorInnenteam von 2 bis 5 Personen die Organisation bewertet. Je nach Größe und Komplexität der Organisation sind dafür 1 bis 3 Tage vorgesehen. Am Ende des Site-Visits erhält man ein erstes mündliches Feedback. Der schriftliche Feedback-Report beinhaltet konkrete Verbesserungsansätze und bietet damit einen direkten, unmittelbaren Nutzen. Nachdem die Assessments aller BewerberInnen abgeschlossen sind, findet die Jurysitzung statt. Dieses Gremium aus unabhängigen VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien bestimmt die GewinnerIn des Staatspreises sowie die GewinnerInnen weiterer Auszeichnung. Im Rahmen der "Winner`s Conference" und "Verleihung Staatspreis Unternehmensqualität" werden schließlich die SiegerInnen bekannt gegeben und gekürt. Die herausragendste Organisation erhält den Staatspreis für Unternehmensqualität. Für besondere Leistungen vergibt die Jury zusätzlich Sonderpreise. Die Auszeichnung „Recognised for Excellence 5 Sterne“, die Nominierung als Finalistin in der Kategorie „Non-Profit-Unternehmen“ und die Bezeichnung „Excellentes Unternehmen Österreichs 2021“ ist für Geschäftsführer Gerhard Eckstein und sein Team nicht nur eine Bestätigung der intensiven Arbeit der letzten Jahre sondern auch Motivation und Ansporn, den Weg der kontinuierlichen Verbesserung und Entwicklung weiterhin zu verfolgen. Schon 2023 wird man sich abermals der großen Herausforderung einer Staatspreisbewerbung stellen.

Lebenslanges Lernen – Bildung im WIR

WIR verändern uns! Unsere Tagesstruktur wurde auf drei Standorte aufgeteilt. In unserem Standort WITA in der Behaimstraße gibt es nun zwei Gruppen. Die Kunstgruppe und die Bildungsgruppe. Im Sinne des lebenslangen Lernens verstehen wir Bildung sehr offen und beziehen viele unterschiedliche Dinge mit ein. Die Welt um einen herum verändert sich rasend schnell. Indem wir offen dafür sind Neues zu lernen, können wir Kompetenzen entwickeln um den Veränderungen ganz entspannt begegnen zu können – auch wenn wir nicht mehr in die Schule gehen. Die Bildungsgruppe beinhaltet viele verschiedene Angebote: wir erweitern unsere persönlichen und sozialen Fähigkeiten, wir üben alltags- und lebenspraktische Dinge wie z.B. Einkaufen bis hin zu Arbeitstrainings und der nachhaltigen Integration auf den Arbeitsmarkt. Welche Themen bearbeitet werden sollen, entscheiden die KlientInnen gemeinsam mit ihren UnterstützerInnen. Das findet durch direkte Gespräche in der alltäglichen Begleitung statt, aber auch durch regelmäßige Interessenserhebungen in der gesamten Einrichtung. So stellen wir sicher, dass jeder seine Interessen und Wünsche äußern kann. Wissen kann auf unterschiedliche Weisen vermittelt werden. Daher passen wir die Form an das Thema an. Von Kursen über Workshops, Fortbildungen oder auch nur kurzen Gesprächen ist alles dabei. Dafür vernetzen wir uns mit Firmen, Schulen und anderen Einrichtungen. Denn es ist nicht nur wichtig Information zu bekommen, sondern der Austausch - also der Informationsfluss in alle Richtungen – ist wichtig. Jeder kann von jedem lernen. Jeder Mensch hat seine Kompetenzen und seine Expertise. Diese Ressourcen wollen wir nutzen.

Vieles NEU in Tulfes!

Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten erstrahlt unser Wohnhaus in Tulfes in neuem Glanz. Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch die Kofinanzierung durch das Land Tirol und der Europäischen Union im Rahmen des Programmes für ländliche Entwicklung (LE 14-20). Schon im letzten Jahr konnten wir ein umfangreiches Umbauprojekt aus Mitteln des Programmes für ländliche Entwicklung (LE 14-20) umsetzen: den barrierefreien Umbau unseres Wohnhauses in Fritzens. Bei LE 14-20 handelt es sich um eine Kofinanzierung von Land Tirol und Europäischer Union mit dem Ziel, eine moderne, effiziente und nachhaltig produzierende Landwirtschaft zu fördern, die regionale Wirtschaft und die Gemeinden zu unterstützen und soziale Akzente zu setzen. Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten erstrahlt nun auch unser Wohnhaus in Tulfes in neuem Glanz! Durch die räumlichen Adaptierungen wurden drei kleine, weitgehend autonome Einheiten mit dem Ziel geschaffen, einerseits noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der KlientInnen eingehen zu können, andererseits, um das in der großen Gruppe vorhandene Konfliktpotential und den Lärmpegel zu verringern. Das Wohnhaus verfügt nach dem Umbau nun über eine zusätzliche Wohnküche im Untergeschoß, mit direktem Zugang zum Garten. Somit ist nun in jedem der drei Stockwerke eine Küche vorhanden, sowie die Möglichkeit, dort auch die Mahlzeiten einzunehmen. Der Einbau eines weiteren Treppenliftes, der vom Erdgeschoß in das Obergeschoß führt, ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu allen Wohnbereichen des Wohnhauses. Alle drei Badezimmer des Wohnhauses wurden barrierefrei gestaltet und mit einem Notruftaster ausgestattet. Im Obergeschoß sorgt ein zusätzliches WC für eine erhöhte Wohnqualität. Der Gartenbereich vor dem Untergeschoß wurde ebenfalls umgestaltet und zwei zusätzliche Zugänge zum Garten geschaffen. Die Neugestaltung der Stützmauer sorgt für einen zusätzlich nutzbaren Terrassenbereich, sowie für eine optische Aufwertung des gesamten Gartenbereiches. Die Terrasse im Erdgeschoß wurde mit rutschfesten Steinfliesen und einem Sonnenschutz ausgestattet, so dass der Aufenthalt auf der Terrasse auch an heißen Sommertagen möglich sein wird. Das Wohnkonzept wurde erneuert und an die geänderten Gegebenheiten angepasst. Es freut uns, dass das Wohnhaus Tulfes nun in jeder Hinsicht zukunftsfit ist und bedanken uns herzlich bei den Geldgebern und natürlich auch bei den ausführenden Firmen für ihre professionelle Arbeit.