72 Stunden ohne Kompromiss

72 Stunden ohne Kompromiss – 2018 auch für uns! Bereits zum neunten Mal fand heuer die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ statt. Das ist eine Aktion der Katholischen Jugend Österreichs in Zusammenarbeit mit youngCaritas und Hitradio Ö3. Vom 17. bis 20. Oktober engagierten sich tausende Jugendliche in ganz Österreich für die gute Sache. Unter der Devise „Challenge your limits“ ging es heuer darum, über den Tellerrand zu schauen. Das bedeutet unter anderem sich aus der Komfortzone zu bewegen und in ungewöhnliche Lebenswelten einzutauchen. Eine Gruppe sehr engagierter Jugendlicher aus Tirol stellten sich einer besonderen Herausforderung. Unter dem Motto Lebensraum Garten waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Garten unseres Wohnhauses Absam galt es, die desolate Lounge zu erneuern. Demzufolge war das Ziel, den Garten in einen wichtigen Lebensraum zu verwandeln. Die fertige „Chillout Area“ soll ein Ort des Wohlbefindens, der Begegnung und der Sinneswahrnehmung sein, den die BewohnerInnen gerne nutzen. Ihre Wünsche und Ideen flossen in die Planung mit ein. Gemeinsam mit unseren KlientInnen werkelten die Jugendlichen eifrig. Die vorhandenen Materialien – Holz und Europaletten – wurden abgemessen, zugeschnitten, gehobelt, abgeschliffen und zusammengefügt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!   Zwischendurch gabe es natürlich immer wieder eine leckere Stärkung. Das GEMEINSAME wurde ganz GROSS geschrieben! Die Jungendlichen hatten keinerlei Berührungsängste – ganz im Gegenteil! Es wurde gesungen, gelacht und Späße gemacht. Jeder hat die gemeinsame Zeit sehr genossen. Dieses Projekt war eine großartige Bereicherung für uns alle! Die KlientInnen haben eine riesen Freude mit dem Ergebnis und ihrer neuen Wohfühloase. Aus diesem Grund möchten wir uns auf diesem Weg nochmals herzlich bei den tollen Jugendlichen vom Jugendzentrum MK Innsbruck bedanken!

Pilzwanderung inklusiv

Pilze sammeln WIR

Egal ob Alt oder Jung – WIR gehen in die Natur, um dort vom Alltag abzuschalten und die Freizeit zu genießen. Wie schnell passiert es – WIR stolpern über einen Pilz und fragen uns: essbar oder nicht? Stefan weiß die Antworten auf all unsere Fragen bei einer Pilzwanderung. Stefan Maireth ist 34 Jahre und wohnt seit 2013 in einem Wohnhaus der WIR gemeinnützigen GmbH. Er hat die besondere Gabe, die bei uns wachsenden Pilze genau zu kennen und bestimmen zu können. Als Kind hatte Stefan Probleme betreffend den Bewegungsapparat. Um seine motorische Entwicklung zu fördern, machte seine Mutter mit ihm lange Spaziergänge durch den Wald. Um seine Motivation zu steigern, starteten die beiden das Spiel mit der Pilzsuche. Das Spiel wurde für Stefan jedoch schnell zu einer großen Aufgabe. Schon bevor er 3 Jahre alt war, schenkte ihm seine Nachbarin sein erstes Pilzbuch. Von diesem Moment an war die Wissbegierigkeit des kleinen Stefan grenzenlos. Bis heute befinden sich ca. 1000 Pilzbücher in seiner Bibliothek. Außerdem begeistert er sich noch für Städtereisen und die Feuerwehr. In Zusammenarbeit mit der Erwachsenenschule Absam fand am 06.10.2018 eine Pilzwanderung mit Stefan statt. Um 14 Uhr trafen sich die Pilzsammler am Thaurer Alm Parkplatz. Jeder durfte querfeldein den Wald erkunden und die unterschiedlichsten Pilzexemplare in den mitgebrachten Stoffsäcken sammeln. Anschließend wurden die Pilzfunde in der Gruppe bestimmt und besprochen. Stefan erzählte, erklärte und teilte sein umfangreiches Wissen mit den interessierten Pilzliebhabern. Diese waren begeistert von Stefans Talent und Liebe zum Detail. Ein erfolgreicher und informativer Nachmittag ging dem Ende zu. Stefan ist überaus glücklich und dankbar über die zahlreichen positiven Rückmeldungen. Er ist stolz auf den Erfolg dieser Veranstaltung und freut sich auf eine Fortsetzung mit vielen weiteren begeisterten TeilnehmerInnen.

Projekt SAGA

WIR, Arbeit für Menschen mit Behinderung

Sozialräumliche Arbeits –und Gestaltungsangebote Das Projekt SAGA entstand mit dem Hauptziel Sozialräume zu erschließen und zu nützen, um Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf die Chance zu geben, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Unsere KlientInnen wollen, wie alle anderen Menschen auch, ein Teil der Gesellschaft sein und einen Beitrag für diese leisten. Speziell Menschen, denen eine geregelte Arbeit am ersten Arbeitsmarkt verwehrt bleibt, bietet SAGA ein sinnvolles Tätigkeitsfeld an. Alle Arbeiten erfolgen unter dem Freiwilligkeitsprinzip und werden gerne und oft ausgeführt. Ausserdem steht hinter dem Projekt  SAGA die Idee, einen Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Gemeinsam mit den KlientInnen knüpfen WIR Kontakte, führen Gespräche und bauen so Barrieren in manchen Köpfen ab. Dabei orientieren WIR uns an den Bedürfnissen und Ressourcen der KlientInnen, nutzen die Kreativität unserer MitarbeiterInnen und gestalten somit einen neuen innovativen Raum des Miteinanders. Ein weiterer Gedanke ist, die Lebensqualität durch Teilhabe und Wertschätzung für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu steigern und dabei einen Rahmen für elementare Bedürfnisse nach Bewegung und (Tages)-Rhythmus zu schaffen. OUTCOME – positive Wirkung Wertvolle Beziehungen mit Vertragspartner Erweiterung des sozialen Netzwerks Abbau der Barrieren in den Köpfen der Gesellschaft Steigerung der Lebensqualität Verstärkung des Gefühls der Zugehörigkeit Gegenseitige Wertschätzung und vieles mehr   Derzeit umfasst unser Tätigkeitsfeld Landschaftspflege Befüllen von Biokistl’n Diverse Lieferdienste Mithilfe bei der Verpackung von Bio-Eier   „WIR sind ein Teil der Gesellschaft, WIR sind für andere Menschen in der Gesellschaft da und leisten unseren Beitrag für die Gesellschaft.“

Praktikum bei WIR in Hall

Praktikum bei WIR

WIR ermöglichen jungen Menschen ein Praktikum bei WIR-Sozialdienstleistungen in Hall in Tirol. Neben Pflichtpraktika für Gesundheits- und Sozialausbildungen im betreuten Wohnen oder in der Tagesstruktur, bieten wir die Möglichkeit eines Praktikums in der mobilen Begleitung für das Psychologiestudium und für den Erwerb praktischer/fachlicher Kompetenz in Gesundheits- und klinischer Psychologie. Diesmal ermöglichten wir einem jungen Menschen mit leichter Beeinträchtigung, im Büro der WIR Geschäftsstelle zu schnuppern. Er unterstütze das Team im Frontoffice bei folgenden Tätigkeiten:   Empfang Telefondienst Posteingang Bearbeitung der Lieferscheine Befüllung von Excellisten uvm.     Unserem Praktikanten haben die Aufgaben großen Spaß gemacht und er hat sich sehr gut in das Team integriert. Er kann sich eine Lehre als Bürokaufmann sehr gut vorstellen. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei der Suche nach einer spannenden Lehrstelle. Vermittelt wurde dieses Schnupperpraktikum von unserem Netzwerkpartner INNOVIA-Jungendcoaching.

Special Olympics Sommerspiele 2018

WIR Special Olympics 2018

Vom 7. bis 12. Juni 2018 fanden in Vöcklabruck und Umgebung die größten nationalen Sommerspiele in der Geschichte der Special Olympics Österreich statt. Rund 1.500 AthletInnen kämpften dabei in 18 Sportarten um die Medaillen, unterstützt von knapp 600 Betreuer- und TrainerInnen. Selbstverständlich war auch das WIR-Leichtathletikteam bei diesem Großereignis dabei – und dies äußerst erfolgreich: Michaela Schörgendorfer: Gold über 100 und Silber über 200 Meter Christine Holzknecht: Gold im Schlagball und Bronze über 100 Meter Rebecca Schweiger: Silber im Schlagball und ein 4. Platz über 100 Meter Andreas Gamper: Silber über 100 Meter und Bronze im Weitsprung Harald Siegl: Silber im Weitsprung und ein 5. Platz über 100 Meter Herzliche Gratulation an alle SportlerInnen der Special Olympics 2018 zu ihren hervorragenden Leistungen – WIR sind solz auf Euch! Ein besonderer Dank gilt den beiden TrainerInnen, Birgit Leyerer und Andrea Isser, für die tolle Vorbereitung und professionelle Begleitung sowie dem sehr spendablen Sponsor „Herrn Kurt“, der die Teilnahme finanziert hat!

Neues Erwachsenenschutzgesetz 2018

WIR Sozial-Inklusive Dienstleistungen Erwachsenengesetz

Nach massiver Kritik wurde das Erwachsenenschutzgesetz doch nicht auf unbestimmte Zeit verschoben: Am 1. Juli 2018 löst es das bisherige Sachwalterrecht ab. Die bisher geltenden Regelungen werden mit dieser Reform völlig neu gestaltet. Obwohl jetzt schon die gerichtliche Sachwalterschaft für psychisch Kranke und intellektuell behinderte Personen nur als letztes Mittel eingesetzt werden sollte, standen zuletzt in Österreich ca. 60.000 Menschen unter Sachwalterschaft. Das Erwachsenenschutzgesetz bietet nun gänzlich neue Möglichkeiten und Wege. Das neue Erwachsenenschutzgesetz sieht vier Arten der Vertretung vor: Die Vorsorgevollmacht Die gewählte Erwachsenenvertretung durch eine vom Betroffenen ausgewählte Person Die gesetzliche Erwachsenenvertretung durch bestimmte nahe Angehörige und Die gerichtliche Erwachsenenvertretung durch eine gerichtlich bestellte Person. Damit wird die Selbstbestimmung der vertretenen Personen in den Mittelpunkt gestellt. Dies wird z.B. dadurch erreicht, dass die vertretenen Personen nicht mehr automatisch entmündigt und in ihrer Geschäftsfähigkeit eingeschränkt werden. Außerdem endet eine gerichtliche Erwachsenenvertretung automatisch nach 3 Jahren, wenn sie nicht davor beendet oder erneuert wird.

Teilhabe und Inklusion

Marc Pircher spielt den BewohnerInnen am Achenseeschiff ein Ständchen.

Am 13.12.2017 hat der Tiroler Landtag das Tiroler Teilhabegesetz einstimmig beschlossen – zweifellos ein wichtiger Schritt zur gleichberechtigten Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Besonders positiv zu erwähnen ist der Umstand, dass das Gesetz unter Mitwirkung von Betroffenen und Dienstleistern gemeinsam mit der Sozialabteilung erarbeitet wurde. Mit der gesetzlichen Verankerung einer NutzerInnenvertretung, dem Grundsatz „Mobil vor Stationär“, der Ermöglichung von Persönlicher Assistenz und Persönlichem Budget sind im Gesetz wichtige Forderungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erfüllt. Teilhabe und Inklusion: Wir bekennen uns zum sozialen Bild von Behinderung laut UN-Behindertenrechtskonvention. Dabei wird von einer Wechselwirkung der einzelnen Menschen und den behindernden und diskriminierenden Lebensbedingungen dieser Menschen in der Gesellschaft ausgegangen. Wir unterstützen unsere KlientInnen auf ihrem Weg zur gesellschaftlichen Inklusion. Inklusion und Teilhabe bedeuten für Menschen mit Behinderungen, mit allen Bürgerrechten aktiv am Leben der Gesellschaft teilzunehmen.

WIR machen Radio

Freirad_Wita Betreutes Wohnen in Innsbruck WIR

WIR machen Radio! Denn Hubert, Franz, Silvio, Helga und Josef arbeiten an einer Livesendung. Unsere Sendung heißt Wita-Live und wurde am 25.04. von 11:06 bis 12:00 Uhr auf Freirad gesendet. Wir machen Interviews, nehmen Musikwünsche entgegen und proben im Studio. Wir hoffen ihr hört uns auch in Zukunft wenn es heißt: Wita Live Wir führten Interviews und erfüllten die unterschiedlichsten Musikwünschen unserer Hörer. Wenn es nach uns geht, gehen wir bald wieder „on air“. Hubert beim Interview

Spende von Just Escape Hall

Just Escape WIR Spende

Ein Escape Room ist ein spannendes Spiel für 2 – 7 Personen. Gemeinsam als Team entdeckt man geheimnisvolle Zimmer. Es gilt Codes zu knacken, Rätsel zu lösen und Schlösser zu öffnen… Im Rahmen einer Spendenaktion wurde vom Just Escape Hall über 2.000 € gesammelt und der W.I.R. gemeinmnützigen GmbH übergeben. Im Bild: Inhaber Michael Prantl, WIR-Geschäftsführer Dr. Gerhard Eckstein (und KlientInnen der WIR gGmbH).

Tiroler Monitoringausschuss

Ausschuss WIR Sozial-Inklusive Dienstleistungen

Tiroler Monitoringausschuss Unser Klient Kaspar Modersbacher vom Wohnhaus Wiesing wurde von Landeshauptmann Günther Platter für weitere 5 Jahre als Mitglied des Tiroler Monitoringausschusses angelobt. Der Monitoringausschuss ist ein unabhängiges Gremium, das die Einhaltung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen auf Basis der UN-Behindertenkonvention überwacht. „Als Expertinnen und Experten in eigener Sache werden die Mitglieder bei Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, miteinbezogen und sprechen damit für sich selber“, stellte der Landeshauptmann bei der feierlichen Angelobung klar. Wir gratulieren Kaspar herzlich und wünschen ihm alles Gute für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Im Bild: Kaspar Modersbacher im Gespräch mit LH Günther Platter