Ausstellung „Akt“ in der Burg Hasegg

Über den ganzen Sommer fand in der Burg Hasegg in Hall die Ausstellung AKT (Ausdruck – Körper – Tabu) statt. Die Ausstellung wurde organisiert und kuratiert von Erika Maier, Leiterin der WITA Kunstgruppe der W.I.R. gemeinnützigen GmbH. Neben KünstlerInnen unserer tagesstrukturellen Einrichtungen WITA und Werkerei, stellten KünstlerInnen aus Deutschland, Südtirol/Italien und aus anderen Bundesländern aus. Insgesamt 29 KünstlerInnen – mit und ohne Behinderung! Inhaltlich ging es bei der Ausstellung um– gerade im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen – oftmals noch tabuisierten Themen: Körper, Nacktheit, Sexualität, Erotik und Sinnlichkeit. Ein wichtiges Ziel war es, zur Sichtbarmachung dieses Tabus beizutragen. Gerade die Kunst ist prädestiniert, Perspektiven zu verändern und Normen in Frage zu stellen. Erwähnens- und sehenswert ist der Film, der zur Ausstellung gedreht wurde. Dafür gebührt dem Kameramann und Regisseur Heinz Fechner, dem Komponisten Egid Jöchl sowie der Kulturwissenschafterin Nadja Köfler und natürlich Kuratorin Erika Maier ein besonderer Dank!

WITA-Kunstschaffende auf großer Reise!

Bereits zum dritten Mal zeigte die Galerie „Alte Turnhalle“ mit Wolfgang Sautermeister, dem Kurator und künstlerischen Leiter der Malwerkstatt in der Lebenshilfe Bad Dürkheim, eine Zeichnungsausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern aus inklusiven Ateliers sowie anderen Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderungen aus Deutschland und ganz Europa. Nach der großen Resonanz auf „Bleistiftgebiete“ 2022 war es für den Organisator an der Zeit, das große Thema der Zeichnung wieder aufzugreifen. Die Galerie „Alte Turnhalle“ konzipiert ihre Ausstellung divers. Gerade im Dialog der Werke so unterschiedlicher Menschen entstanden interessante Beziehungen. Die Begegnungen der Kunstschaffenden untereinander und mit dem Publikum ist ebenfalls von Bedeutung. Pascal Gollè aus dem Kunstbereich im WITA erhielt von Herrn Sautermeister die ehrenvolle Einladung, sich mit drei Bildern an der Ausstellung zu beteiligen. Das nahmen die Mitglieder des Kunstbereichs im WITA (Pascal Gollè mit Mutter Stella, Karin Meyer, Daniela Eisenstecken) mit ihren Unterstützenden Erika Maier und Christoph Lechleitner zum Anlass, nach Bad Dürkheim zu fahren und sich die Ausstellung anzusehen. Daniela Eisenstecken berichtet von der Reise: „Die Aufregung war groß, wir konnten nach einiger Zeit wieder mal zu einer Exkursion nach Deutschland fahren. Es war eine lange Busfahrt, doch wir haben es trotzdem genossen. Wir hatten ein schönes Hotel und am Abend sind wir in der Hotelbar bei einem gemütlichen Drink gesessen. Die Ausstellung in der „Alten Turnhalle“ war fantastisch, wir sahen viele Werke von ganz unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern. Wir konnten viele gute Gespräche führen und Kontakte knüpfen. Das inspiriert uns wieder für unsere Arbeit. Es war ein sehr schöner Ausflug und wir haben viel gelernt und gesehen. Besonders freut es mich, dass Pascal seine Bilder so gut verkauft hat.“

Sinnliche Schönheiten

Sinnliche Schönheiten im Schallerhaus in Mils! Vom 7. bis 13. Juni 2024 fand im Schallerhaus in Mils eine Ausstellung mit Werken von KünstlerInnen der WITA-Kunstwerkstätte statt. Bei der Vernissage am 6. Juni hieß Peter Grassl im Namen der Gemeinde Mils die KünstlerInnen willkommen und eröffnete die Ausstellung. Sowohl die Vernissage als auch die weiteren Ausstellungstage waren sehr gut besucht, wir erhielten sehr positive Rückmeldungen und viel Anerkennung. Auch zahlreiche Werke fanden Käufer. Die Ausstellung hatte den Titel „Sinnliche Schönheiten“. Über einen längeren Zeitraum beschäftigten sich die KünstlerInnen mit dem Thema Sinnlichkeit und Erotik. Sie wurden dabei von Frau Nadja Parisi begleitet. Nach dieser intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik, wurde versucht, das Thema künstlerisch aufzuarbeiten. Werden die Begriffe Liebe, Erotik, Sinnlichkeit, Lust oder sexuelle Bedürfnisse im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen verwendet, ist selbst in unserer aufgeklärten Zeit noch eine Tabuisierung zu beobachten. Viele Menschen glauben leider immer noch, dass Menschen mit Behinderungen asexuell sind oder ihnen der Wunsch nach Erotik, Intimität und sexueller Erfüllung fehlt. Umso erfreulicher ist es, dass sich Projektleiterin Erika Mair mit den KünstlerInnen Karin Meyer, Daniela Eisenstecken, Günter Laimgruber und Pascal Gollè von der Kunstwerkstatt WITA, einem Projekt der W.I.R. gemeinnützigen GmbH, dem Thema „Sinnlichkeit und Erotik“ gewidmet hat. Kunst kann dazu dienen, Perspektiven zu verändern und Normen in Frage zu stellen. Die entstandenen Bilder und Texte nähern sich mit hoher Sensibilität einem tabuisierten Thema an. Es ist sehr gut gelungen, damit auf künstlerisch beachtliche Weise umzugehen – lustvoll und offen, aber ohne vorzuführen. Sehr selbstverständlich und ehrlich konnten sich die KünstlerInnen mit ihrer Sinnlichkeit und Erotik, ihrer Lust, aber auch mit ihren Sehnsüchten auseinandersetzen und damit zu einer „Sichtbarmachung“ dieses Tabus beitragen. Wir werden weiterhin versuchen, Formate zu finden, um Behinderung und Sexualität zu erzählen und letztlich den gesellschaftlichen Umgang damit zu verändern. Herzlichen Dank an Projektleiterin Erika Mair, Nadja Parisi und besonders an die KünstlerInnen![

Das internationale Netzwerk POS

WIR ist Mitglied im internationalen Netzwerk POS (Personal Outcomes Scale) „Lebensbegleitung“ ist unser Schlüsselprozess, worin sämtliche Aufgaben der Unterstützung unserer KlientInnen zusammengefasst sind. Diese Unterstützungsleistungen betreffen alle Lebensbereiche der KlientInnen. Dabei ist ein wesentliches Postulat, dass die KlientInnen Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten sein sollen, selbst eine tragende Rolle einnehmen und wir gewissermaßen als „Brücke“ zur Gemeinschaft fungieren. Der Prozess der Lebensbegleitung soll ein Höchstmaß an Lebensqualität für unsere KlientInnen garantieren. Lebensqualität verstehen wir – in Anlehnung an das Konzept von Robert L. Schalock, Miguel A. Verdugo und anderen – als ein multidimensionales Konzept, basierend auf der Tatsache, dass die Lebensqualität eines jeden Menschen von persönlichen und umweltbezogenen Faktoren und deren Wechselwirkung beeinflusst wird. Das Konzept umfasst die Faktoren Unabhängigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Wohlbefinden und es geht im Wesentlichen darum, die Menschen in diesen Faktoren zu stärken. Jeder Klient/jede Klientin soll sich darauf verlassen können, dass seine/ihre Wünsche und Ziele als wertvolle handlungsleitende Impulse in den Begleitprozess eingehen, sorgsam in konkretes Handeln umgesetzt und schließlich gemeinsam evaluiert werden. Die Prozessevaluation findet einerseits jährlich im Jahresgespräch bzw. umfassend alle 3 Jahre mittels der POS-Skala statt. POS bedeutet „Personal Outcomes Scale“ und ist ein wissenschaftlich fundiertes und gleichzeitig praxistaugliches Messinstrument, das der Erfassung der individuellen Qualität des Lebens von Menschen dient. Die Personal Outcomes Scale ist ein Produkt der Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftler an der Universität Gent (Belgien) mit der Stiftung Arduin (NL). Zu jeder der 8 Domänen wurden zu Beginn der Entwicklung von einem internationalen Team aus Forschern, Praktikern und Menschen mit Assistenzbedarf sowie Angehörigen Indikatoren entwickelt und getestet. Am Ende des Entwicklungsprozesses entstand der jetzt vorliegende Fragebogen mit 48 Indikatoren mit je 3 Antwortmöglichkeiten. Erhoben werden die Informationen in einem als Gespräch geführten Interview. Die als Ergebnis erzielten Punktwerte für die einzelnen Domänen sowie für die individuelle Qualität des Lebens insgesamt können dann gemeinsam reflektiert und für den Assistenzprozess genutzt werden. In der POS schätzen Klientinnen ihre Lebensqualität also selbst ein („Selbstbericht“), in einem weiteren Schritt bringen MitarbeiterInnen ihre Sicht der Dinge ein („direkte Beobachtung“). Auf individueller Ebene lassen sich somit konkrete Maßnahmen ableiten, um die Lebensqualität zu erhöhen. Auf Organisationsebene dienen die Ergebnisse u.a. zur Identifikation von Entwicklungen in der Organisation bzw. im Prozess, damit gegebenenfalls der Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Prozessqualität, dem internen Benchmark oder dem Überblicksgewinn über einen längeren Zeitraum. Die WIR gemeinnützige GmbH ist nach einem festgelegten standardisierten Verfahren und einer entsprechenden Überprüfung nun das einzige österreichische Mitglied (aktuell wird die POS bereits in elf Ländern eingesetzt) des internationalen Netzwerkes zur POS-Anwendung, was uns mit großem Stolz erfüllt.

W.I.R. selbst-ver-ständlich

Autismus als ein Musterbild von Besonderheiten lässt die Bezeichnung von autistischen Zügen obsolet zurück. In der Auseinandersetzung lehnt sich das gemeinsame Arbeiten an einen verhaltensmodellierenden Ansatz, mit individuellen Strategien und Maßnahmen. W.I.R. verstehen auseinandersetzend unsere Aufgabe in der Kommunikationsförderung und in der Förderung von Fähigkeiten für Bewältigungsstrategien der Alltagssituationen. Zwei Mitarbeiter*innen, die einschlägige Ausbildungen zum Thema Autismus begangen haben, wurden dazu von uns für unseren Blog befragt. Was ist für dich am eindrücklichsten in der Arbeit mit Menschen aus dem Autismus Spektrum? Ich mag es, dass Menschen im Autismus Spektrum sehr klar und direkt sind und sie in sich sehr logische und gut nachvollziehbare Gedankengänge haben. Dazu kommt auch ein eigener Humor, welcher sie auszeichnet, finde ich. (Martin W.) Durch meine Arbeit mit Emilia darf ich eine andere Welt kennen lernen. Autismus lässt sich mit unserer Wahrnehmung nicht vergleichen. Es unterscheidet sich dermaßen, dass ein echtes Interesse sowie eine gute Ausbildung und Weiterbildung ungemein wichtig sind. Ich versuche, mich ständig in „ihre Welt“ zu versetzen, mit ihren Augen zu sehen, mit ihren Ohren zu hören usw. In jeder Situation überlege ich, was sie braucht, um diese Situation erleben zu können und nicht nur zu „überstehen“. Es gibt nur wenige Dinge, die ich ihr und mir nicht zutraue. Es braucht „nur“ die richtige Vorbereitung…für sie und mich. Und natürlich braucht es im Autismus Spektrum sehr viel Vertrauen um Neues zuzulassen. Für mich ist Autismus keine Behinderung oder gar Störung, es ist einfach eine andere Wahrnehmung, die andere Unterstützung braucht als wir es benötigen. Oft beneide ich Emilia sogar, dass sie in einer Welt leben kann, wo sie sich keine Gedanken machen muss bzw. kann, was andere über sie denken. (Sonja W.) Welche Aspekte in der Ausbildung haben Dich am meisten angesprochen? Der Satz: Kennst du einen Autisten, dann kennst du einen. Welcher besagt, dass diese Menschen genauso unterschiedlich sind wie wir alle. Die Herausforderung sich in diese Lebenswelten einzudenken und zu fühlen bereichern meine Arbeit und die Begegnung mit Menschen aus dem Spektrum sehr. Es geht immer mal darum „quer zu denken“ bzw. um ein neues Paradigma. (Martin W.) Meine Ausbildung hat mich noch weiter in die Autismus-Welt eintauchen lassen. Es gab unzählige AHA-Momente! Es wurde immer und immer wieder erklärt, wie unabdingbar es im Autismus ist, dass ALLE im Team die GLEICHEN Handlungsabläufe durchführen. Aber die stärkste Aussage und Ermutigung war für mich, dass ALLES schaffbar ist! Es erfordert unglaubliche Disziplin, Geduld, Beharrlichkeit, Feingefühl und Empathie, aber es ist alles erreichbar! Das macht Mut. (Sonja W.)

Das Recht auf Arbeit

Seit 26.Oktober 2008 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich in Kraft. In der Behindertenrechtskonvention wird in Artikel 27 das Recht auf Arbeit von Menschen mit Behinderungen thematisiert: Die Vertragsstaaten – somit auch Österreich – erkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit an. Das bedeutet, dass auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ein Recht darauf haben, sich den Lebensunterhalt durch Arbeit selbst zu verdienen. Arbeit ist aber viel mehr als nur die Sicherung des ökonomischen Überlebens. Sie spielt eine wesentliche Rolle bei der Zuweisung des sozialen Status, aber auch für die Entwicklung der Identität. Sie trägt massiv zur sozialen Anerkennung bei und ist ein wichtiger Faktor dafür, ob eine Person als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen wird. Die Leistung „Inklusive Arbeit“ der Tiroler Behindertenhilfe, die im Tiroler Teilhabegesetz festgeschrieben ist, hat die Aufgabe dieses Recht für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Seit August 2022 bietet die WIR gGmbH diese Leistung im Café im Erzspeicher für 3 KlientInnen an. Die Menschen mit Behinderungen haben dort eine sozialversicherungspflichtige Anstellung nach Kollektivvertrag und bekommen die gesamte Arbeitszeit über Assistenz. Dadurch können sie individuell nach ihren Bedürfnissen unterstützt werden. Ein weiterer Klient ist im Erzspeicher neben seinem Platz in einer Tagesstruktur zusätzlich geringfügig beschäftigt. Dies ist durch das interne Projekt NINA möglich, in dem wir Klientinnen und Klienten, die einen Platz in unserer Tagesstruktur haben, in kleinen, für sie passenden Schritten auf den 1. Arbeitsmarkt begleiten. Über dieses Projekt sind momentan noch 3 weitere KlientInnen bei externen Firmen geringfügig beschäftigt. Klientinnen und Klienten, die einen Inklusiven Arbeitsplatz oder eine geringfügige Beschäftigung haben sagen folgendes über ihre Arbeit: „Ich bin froh, wenn ich was schaffen kann. Arbeit ist anders als Tagesstruktur. Arbeit ist richtig schaffen, damit man was hat.“ „Die Arbeit ist vielseitig. Ich fühle mich sehr wohl“ „Als Mitarbeiterin ist es besser, weil man viel machen und lernen darf und nicht so viel Langeweile hat“

BINK – inklusive Bildung

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht. Lebenslanges Lernen schafft die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu entfalten, sich weiterzuentwickeln und an der Gesellschaft teilzuhaben. In Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichten sich die Vertragsstaaten wie Österreich ein inklusives Bildungssystem mit Chancengleichheit und ohne Diskriminierungen zu gewährleisten. Trotz einiger Fortschritte müssen Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten immer noch Barrieren überwinden, um an Bildungsangeboten teilnehmen zu können. Vor allem im Bereich der Erwachsenenbildung abseits von Schul- und Ausbildung bestehen noch beträchtliche Mängel. Die Folgen fehlender Bildung sind vielseitig: weniger Selbstbestimmung, Selbstwert und Teilhabemöglichkeiten, fehlender Anschluss an technische Entwicklungen und Ausschluss aus einer, auf Wissen und Information basierenden Gesellschaft. Daher haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, dass sich diesem Thema widmet: BINK – Inklusive Bildung Unser Ziel ist es, Barrieren im Bildungsbereich abzubauen, um Menschen mit Behinderung eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und ihre Selbst- und Mitbestimmung zu fördern. Das Projekt basiert auf 3 Säulen: Individuelle Bildungsberatung für unsere Klienten und Klientinnen Aufbereiten und Verbreiten von Informationen über bereits bestehende inklusive Bildungsangebote für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Bildungsangebote ausbauen BINK dient als zentrale Stelle, die unsere Klienten und Klientinnen bezüglich Bildungsangeboten berät und in der Umsetzung in Form eines Case Managements unterstützt. Bereits bestehende inklusive Bildungsangebote können von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung häufig nicht angenommen werden, da ihnen schlicht und einfach der Zugang zu barrierefreien Informationen fehlt. Um diese Hürden abzubauen, wird monatlich ein interner Newsletter inklusive Kalender herausgegeben, in dem inklusive Bildungsangebote in Tirol zusammengetragen und in leicht zugängliche, verständliche Informationen übersetzt werden. Momentan gibt es noch nicht genügend inklusive Angebote in der Erwachsenenbildung für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten. Um diesen Mangel an inklusiven Angeboten zu überbrücken bieten wir intern für unsere Klienten und Klientinnen Bildungsangebote an, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

BGF Gütesiegel für WIR

Im Rahmen eines Festaktes im Salzlager Hall wurde die W.I.R. gemeinnützige GmbH mit dem Gütesiegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) ausgezeichnet. Dieses Gütesiegel prämiert die Leistungen eines Unternehmens für ein erfolgreich abgeschlossenes BGF-Projekt bzw. für die Implementierung in den Regelbetrieb. BGF ist eine der erfolgreichsten Programme der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und rückt die Gesundheit von Mitarbeitenden und Führungskräften in den Fokus. Um das BGF-Gütesiegel zu erhalten, muss ein mehrphasiger Prozess nachweislich erfolgreich durchlaufen absolviert werden. Bei der Umsetzung der BGF-Prozesse wurden WIR von einer externen Expertin begleitet. Der gesamte Prozess wurde unter Einbeziehung von MitarbeiterInnen aller Bereiche partizipativ gestaltet. Ziel der BGF ist es, das gesundheitsförderliche Angebot im Unternehmen zu erweitern, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, Potentiale auszuschöpfen und Menschen langfristig am Arbeitsplatz zu halten. Immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit von BGF. Dabei ist es wichtig, BGF als Organisationsentwicklung zu verstehen, die in den verschiedensten Unternehmensbereichen eingegliedert ist und sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Maßnahmen setzt. Positive Effekte können sowohl auf Seiten der Beschäftigten hinsichtlich ihrer physischen, psychischen und sozialen Gesundheit verzeichnet werden, als auch auf Seiten des Unternehmens. Gesündere Beschäftigte fehlen nachweislich weniger oft krankheitsbedingt am Arbeitsplatz, sind zufriedener und leistungsfähiger. „Geht`s den MitarbeiterInnen gut, geht`s dem Unternehmen gut!“ Somit eine win-win-Situation für alle Beteiligten. WIR freuen uns über diese Auszeichnung, zugleich ist sie aber vor allem auch ein Auftrag, uns weiterhin als „gesundes“ Unternehmen zu positionieren. Die WIR gemeinnützige GmbH wird jedenfalls weiterhin ein Hauptaugenmerk auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen richten, denn: „Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit“ (Carl Ludwig Börne). Fotocredit: ©Die Fotografen

Wohnverbund Hall eröffnet

Vor Kurzem erfolgte die Schlüsselübergabe an die KlientInnen des Wohnverbundes Hall in Tirol. Der Wohnverbund, bestehend aus 3 Wohnungen für je 2 KlientInnen, liegt zentral in Hall. Er ist ein Angebot zur Vollzeitbetreuung. Wohnen ist ein zentrales Bedürfnis und ein wesentlicher Schlüssel zur Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Selbstbestimmt Wohnen bedeutet, sich den Wohnort und die Wohnform selbst aussuchen und auch frei entscheiden zu können, ob man alleine oder mit wem man gemeinsam wohnen möchte. Im Wohnverbund leben insgesamt 6 Personen, je 2 pro Wohnung. Die BewohnerInnen haben einen höheren Unterstützungsbedarf und benötigen im Wesentlichen eine Vollzeitbegleitung. Der Übergang vom Wohnen in größeren Wohnhäusern oder Wohngemeinschaften hin zu Kleinwohnungen inmitten der Gemeinde, wurde für und mit den KlientInnen sorgfältig vorbereitet und gestaltet. Von der Auswahl des Mitbewohners/der Mitbewohnerin bis zur Auswahl der Möbel waren die KlientInnen involviert. Die Kleinwohnungen bieten den KlientInnen die Möglichkeit nach Intimität, Rückzug, Privat- und Intimsphäre sowie Raum für persönliche Entfaltung. Die Wohnungen sind auch Ausgangspunkt für Arbeit und Freizeit, weshalb eine zentrale Lage mit guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz wichtig ist. Der Verbund bietet aber auch die Möglichkeit zu Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Geselligkeit. Ein Stützpunkt für das Personal garantiert eine rasch verfügbare Hilfe und bietet die entsprechende Sicherheit.

Radio WIR und die nackten Tatsachen

Am 2. Dezember 2022 um 19 Uhr im Rahmen der Sendeschiene „Freifenster“ auf Radio Freirad. Im Rahmen eines Radioworkshops im Oktober 2022 haben WIR die Radiosendung „Radio WIR und die nackten Tatsachen“ aufgenommen. Michael Brunner, Daniela Eisenstecken, Karin Meyer, Jürgen Poglitz, Vera Sachers & Ernst Tradinik von MENSCHEN & MEDIEN sprechen über Kunst, Katzen und Engel, über die vergangene Ausstellung in Innsbruck und über das Wohnen und Leben in Tirol. Daniela Eisenstecken und Karin Meyer sind Künstlerinnen in unserer Tagesstruktur in der Behaimstraße in Hall, die anlässlich des Sprechens über ihre Arbeit im Radioworkshop das erste Mal ihr jeweiliges Hauptmotiv (Engel & Katze) nackt zeichneten. Dies war eine Premiere. Bis dahin gab es ausschließlich bekleidete Engel und (halb) bekleidete & erotische Katzen. Diese kann man übrigens in Hall anschauen und auch kaufen. Was es mit den nackten Tatsachen sonst auf sich hat, hört ihr in dieser Sendung. Mit Musik von: Helene Fischer, Hirsch Fisch, Sigrid Horn, DJ Ötzi, u.a. Wie kann man RADIO FREIRAD hören? Im Raum Innsbruck auf  der Frequenz 105,9 Mhz. Von Hall bis Jenbach auf  der Frequenz 89,6 MHz. Von Völs bis Telfs und Seefeld auf der Frequenz 106,2 Mhz. Es gibt auch einen Live-Stream. Einfach hier klicken: WIR und die nackten Tatsachen oder auch via App: app.freirad.at Und hier noch ein paar coole Links: Ernst Tradinik – MENSCHEN & MEDIEN: https://menschenundmedien.at Inklusive Medienarbeit: https://www.inklusive-medienarbeit.at